Wenn Ihr diesen Artikel lest, dann liegt unsere Chorprobe schon wieder eine Woche zurück. Und auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole – es ist und bleibt immer wieder ein Vergnügen, ein Motivationsschub, ein Feuerwerk der Emotionen, eine Fahrt auf der Achterbahn – nein, natürlich nicht mit Höhen und Tiefen, einfach nur mit ganz viel Schwung und jede Menge Spaß. OK, nicht jede(r) liebt Achterbahnfahren – mich eingeschlossen – aber ich finde gerade kein anderes Bild. (Vorschläge gerne in den Kommentaren, ich bin ja lernfähig.)
Ganz anders ist das bei Jonas… der hat tausend Bilder im Kopf… wie z.B. die Achterbahn „Volldampf“ in Tripsdrill. Genau so muss der Ton schwingen und dann wieder zurĂĽckgehen. Wer von euch also noch nie in Tripsdrill war: Chorprobe ist die gĂĽnstigere Alternative – und man muss hinterher nicht auf wackeligen Beinen zur Bushaltestelle.
Aber beginnen wir mal ganz von vorn. Am Anfang steht das Einsingen. Jonas freut sich schon, dass er wieder den Ton angeben darf und wir ihm quasi „aus der Hand fressen“. Soll heiĂźen: Wir machen alles, was er sagt. Wir springen in die Luft, wir kraulen unserem Nebenmann / unserer Nebenfrau den Kopf (Hinweis: vorher fragen ist empfohlen, aber meistens nicht nötig – nach drei Minuten Einsingen sind sowieso alle in einem Ausnahmezustand), wir verwandeln uns in Bäume, wir tanzen im Kreis – kurz gesagt: Wir machen uns zum Affen, und das alles nur fĂĽr die Musik. Weil alles mit einer Melody beginnt. Und mit Jonas‘ Anweisung. Und manchmal mit einem leicht irritierten Blick aus der ersten Reihe. Aber das gehört dazu.
Castle of Glass, Music, Birds of a Feather, Altes Fieber – und beim nächsten Mal geht es weiter mit This is Me und Anti-Hero (Taylor Swift – ja, wir sind jetzt offiziell Swifties, bitte keine Fragen). Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen:
„Soprane bitte bei Birds of a Feather mehr hauchen als singen… Stellt Euch vor, Ihr kommt von Eurer Laufrunde und sollt noch ganz auĂźer Atem Birds of a Feather singen… genauso muss es klingen!“
Gesagt, getan. Die Soprane hauchten. Einige so ĂĽberzeugend, dass die Altistinnen daneben kurz nachgefragt haben, ob alles in Ordnung sei. Ist es. Das ist einfach Billie Eilish. Wir machen, was er sagt. Warum? Weil er unser Maestro ist. Und weil wir ihm aus der Hand … – (ja, ich weiĂź, ich wiederhole mich. Aber manche Wahrheiten verdienen Wiederholung.)
Die Zeit ist wieder einmal viel zu schnell vergangen – was daran liegen mag, dass man beim Singen schlicht vergisst, auf die Uhr zu schauen. Oder daran, dass Jonas‘ Energie ansteckender ist als ein Ohrwurm nach einer Chorprobe (und glaubt mir: Birds of a Feather steckt noch drei Tage später in meinem Kopf).
Am Ende gab es noch einen Werbeblock von unseren Vatertags-Organisatoren! Nicht vergessen: 14.05. – unsere Vatertagswanderung! Als ob man das vergessen könnte. Wir singen es ja schließlich innerlich auf dem Heimweg. Was dann tatsächlich daraus geworden ist? Das erzähle ich Euch nächste Woche – versprochen. Sofern ich nach der Wanderung noch die Finger heben kann.
Jetzt genießt erstmal das bevorstehende Wochenende! Und geht noch mal in Euch: Möchtet Ihr nicht vielleicht mal bei uns reinschnuppern? Es macht wirklich riesig Spaß, wir beißen nicht – bzw. höchstens in die selbstgemachten Pausensnacks, die jemand Unbekanntes (wir wissen natürlich genau wer) immer wieder mitbringt und die schlicht und ergreifend unwiderstehlich sind. Wer also schwache Willenskraft bei Kuchen, Brezeln oder herzhaften Häppchen hat: Ihr seid gewarnt. Und herzlich willkommen.
Bis zur nächsten Woche grüßen Euch Eure Stimmkraftler 🎤 (tongenau, textsicher – und immer gut beschnackt)
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